Samstag, 11. August 2018

Ein Tag in Basel - zweiter Teil


Dieser Bericht ist die Fortsetzung von "Ein Tag in Basel", weiter unten in diesem Blog

Blick zur Mittleren Brücke, links das doppeltürmige Münster


Den besten Blick über den Rhein hat man von der Brücke aus („Mittlere Brücke“) – zur Linken sieht man die Großbasler Altstadt mit den beiden Türmen des Münsters, nach rechts hinüberkann man das Industriegebiet am Rhein erkennen. Weit davor aber, gleich hinter der Brücke, einen großen, alten Hotelkomplex, das Trois Rois“ oder „Dreikönige“, eines der ältesten noch in Betrieb befindlichen Hotels Europas und eines der führenden Luxushotels in der Schweiz. Es hat zahlreiche berühmte Gäste beherbergt, z.B. Napoleon Bonaparte, Elizabeth II, Picasso, Thomas Mann und viele andere.
Schifflände mit Hotel Trois Rois. Foto:  Norbert Aepli, Switzerland, CC BY 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1257288


Nach der Überquerung der Brücke, bin ich am Schifflände, einer der ältesten Hafenanlagen der Stadt, die natürlich längst für diesen Zweck zu klein ist, aber es gehen wenigstens noch einige Ausflugsboote von hier ab. Der Platz an der Schifflände ist zusammen mit seinen Nebengassen ein Knotenpunkt mehrerer Straßenbahnlinien (u.a. der Linie 6 nach Allschwil, mit der ich gekommen bin, der 8 nach Weil am Rhein oder der 11 nach St. Louis/Grenze, dem französischen Nachbarort. Mehrere Buslinien fahren von hier verschiedene Orte in Frankreich an. Hier beginnen auch Wanderrouten wie der „Burgunderweg“ oder der „Rhenania-Weg“, und hier startet man auch den Paracelsus-Weg durch die engen Gassen der Altstadt. Der berühmte Arzt hat eine Zeitlang in Basel gelehrt, wurde aber vertrieben, weil er es gewagt hatte, als Erster Vorlesungen in deutscher statt in lateinischer Sprache zu halten.
Wir können nun, mit der Brücke im Rücken, weiter geradeaus gehen durch die Eisengasse (links geht es den „Rheinsprung“ hinauf zum Völkerkundemuseum – „Museum der Kulturen“ -, zum Münster und weiteren Sehenswürdigkeiten), oder aber der Streckenführung der Tramlinie 6 weiter folgen durch die Marktgasse (vor dem Trois Rois links) – in beiden Fällen kommen wir an zahlreichen interessanten Geschäften, Boutiquen, Cafés und Restaurants auf den Marktplatz, der an jedem Werktag eine Menge verführerischer Angebote hat, was Obst, Gemüse und Backwerk betrifft. Hier gibt es auch einige Imbisse mit einheimischen Spezialitäten, wo ich mich gern mit einer Zwischenmahlzeit versorge.
Rathaus Basel (Pixabay), über den Eingängen der "Baslerstab", das Stadtwappen



links des Marktplatzes ist ein großes, rotes Gebäude, das Rathaus mit dem Sitz der Kantonalen Verwaltung Basel-Stadt. Ich gehe hier gern in den Innenhof, um die vielen historischen Fresken zu bewundern.
Rathaus-Innenhof
Rechts und links des Platzes und seiner Zufahrtstraßen geht es (zum Teil sehr steil) hinauf in die Altstadt, der ich später einen besonderen Bericht widmen will, denn sie gehört zu den schönsten und intaktesten Altstadtvierteln, die ich kenne, und hat eine Menge an Museen und anderen Einrichtungen sowie zahlreiche sehenswerte Geschäfte zu bieten. Hier ein kleiner Vorgeschmack (LINK).

Weiter geht es auf der Rechten Seite durch die Gerbergasse, die schon bald auf einen kleinen Platz führt – hier haben wir hinter uns die Hauptpost, die man wenigstens wegen ihrer schönen Gewölbedecke mal betreten sollte - dann folgen wir der Straßenbahnführung die Falknerstraße entlang, die wiederum auf einen großen Platz führt, auf dem es recht lebhaft zugeht . Das ist der berühmte Barfüßerplatz, den man getrost als das Zentrum Basels bezeichnen kann.

Der Barfüßerplatz